Oktober 2012

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Zweitägige Vereinsfahrt nach Süddeutschland zur Besichtigung der Metalltechnik Schmidt GmbH und der Zylinderkopfgießerei des Mercedes-Benz-Werks in Untertürkheim.

Am Freitag den 26. Oktober trafen sich 7 Kollegen und 1 Gast schon sehr früh am Morgen zu einem wahren „Besichtigungsmarathon“ in den Süden Deutschlands. Unser Vereinskollege Hans-Jürgen Werner hatte uns zu einem Besuch seiner Firma Metalltechnik Schmidt
(www.ferrosad.com) nach Filderstadt eingeladen. Pünktlich um 11 Uhr trafen wir uns nach 520 km Fahrt vor dem Werkstor ein, wo wir sehr freundlich vom Geschäftsführer Herrn Hater und den Verkaufsleiter Herrn Höhne begrüßt wurden. Bei Kaffee und Brötchen stellte Herr Hater seine Firma vor und alle Anwesenden diskutierten danach angeregt über die derzeitige wirtschaftliche Lage in den deutschen Gießereien. Anschließend ging es in zwei Gruppen in den Betrieb, wo wir den Fertigungsprozess des Strahlmittels FERROSAD sehen konnten. Besonders beeindruckt waren die Kollegen an der Schmelzanlage, wo der verflüssigte niedriggekohlte Stahlschrott kontinuierlich aus einem Schmelzofen in einen Wasserstrahl gekippt wurde. Bei diesem „Abschreck-Prozess“ bilden sich die kugeligen Strahlkörner. Durch die Form des Wasserstrahls und den Wasserdruck kann man die Form der Stahlkugeln beeinflussen, erklärte uns Herr Höhne weiter. Desweiteren erläuterte Herr Hater das die niedrig gekohlten Strahlmittel mit homogenem bainitischem Gefüge bei der Anwendung nicht zerbrechen sondern nur kleiner werden. So kann eine deutlich längere Haltbarkeit gewährleistet werden als bei einem hoch gekohlten Strahlmittel. Die entstandenen Stahlkörner werden anschließend getrocknet. Danach separiert man die runden Körner von den Unrunden und das Strahlmittel wird dann auf die entsprechenden Körnungen gesiebt. Ein Schaubild vom Fertigungsprozess kann man hier sehen: 
http://www.ferrosad.com/de/schaubild.html.
Nach dieser eindrucksvollen Führung übergab der 2. Vorsitzende Michael Jütte den beiden Gastgebern ein Gastgeschenk.
Die Besuchergruppe machte sich dann auf den Weg nach Esslingen-Mettingen zur Besichtigung der Zylinderkopffertigung der Daimler AG.
Wir sollten uns pünktlich um 15 Uhr am Tor 1 in Esslingen-Mettingen einfinden. Leider gibt es genau die gleiche Adresse aber auch in Untertürkheim. Da aber der vorrausfahrende Kollege sein Navigationsgerät auf Untertürkheim eingestellt hatte, standen wir pünktlich um 14:50 Uhr vor dem falschen Daimler-Werk. Jetzt hieß es in 10 Minuten zum Werk Mettingen zu kommen. Trotz dieser unfreiwilligen Stadtrundfahrt konnten wir am vereinbarten Treffpunkt ziemlich rechtzeitig eintreffen. Auf dem Parkplatz wurden wir bereits von Herrn Eckert freundlich empfangen und der Gießereileiter Herr Twork stellte anschließend, anhand einer Präsentation, den Daimler Standort Mettingen vor. Neben der Leichtmetallgießerei gibt es auch eine Gießerei für Eisenguss wo Bremsscheiben gefertigt werden. Desweiteren befindet sich hier ein Technologiecenter mit Versuchsgießerei, Konstruktion, Entwicklung und Werkzeugbau. Nach diesen einführenden Worten machten wir uns mit Herrn Eckert und seinem Kollegen Herrn Weidel zur zweiten Werksbesichtigung des Tages auf. Täglich werden in Mettingen 9000 Zylinderköpfe gefertigt. Das benötigte Aluminium wird bereits flüssig ins Werk geliefert. Dann wird die Strontium-Behandlung durchgeführt, das Aluminium entgast und anschließend bei 600°C in diversen Karusellgießanlagen oder in Lineargießanlagen vergossen. Beeindruckt waren die Kollegen von der sehr effizienten Prozesskette in der Fertigung. Während unseres Besuchs konnten wir bei der Herstellung des Zylinderkopfes für den Sechszylinder Dieselmotor zusehen. Alle Prozessschritte wurden von Herrn Weidel ausführlich erklärt und waren somit für alle Besucher nachvollziehbar. Viele Prozessschritte, wie das Kernhandling, das Gießen, das Verputzen und Bearbeiten wurden dabei teilweise oder ganz von Robotern übernommen. Am Ende der Besichtigung gegen 17:30 Uhr wurden bei manchen Kollegen die Augen sehr klein. Das frühe Aufstehen am Morgen zeigt nun seine Wirkung. Auch für die beiden vortragenden Herren der  Daimler AG hatten wir Gastgeschenke mitgebracht.  Hiermit möchten wir uns noch einmal für die Betreuung von Herrn Eckert, für die Ausführungen seines Kollegen Herrn Weidel und beim Gießereileiter Herrn Twork für den Besuch bedanken.
Am Abend wurden wir vom Geschäftsführer der Metalltechnik Schmidt GmbH, Herrn Hater, in das älteste Haus in Filderstadt, das Restaurant „Zur Schnecke“, zu einem sehr guten Essen eingeladen. Dort ließen die Kollegen dann das Erlebte noch einmal Revue passieren. Nach einer Übernachtung im Filderstädter Hotel „Crystal“ fuhren wir dann am Samstagmorgen auf der verschneiten Autobahn zurück in die Heimat. Auch bei den Herrn Harter und Höhne möchten wir uns für die besonders freundliche Aufnahme in ihrem Haus und für den schönen Abend in der „Schnecke“ bedanken. Ebenfalls möchten wir uns auch bei unserem Kollegen Hans-Jürgen Werner bedanken, der die Idee zu dieser Vereinsfahrt hatte und diesen Besuch möglich machte.

„Glück Auf“
Thomas Lobe

 

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