Mai 2011

DFB-Info-Link

Hochinteressanter Vortrag von Herrn Pönsgen (Fa. Furtenbach GmbH) über das „Pure Coating Schlichteverfahren“.

Das Besondere an diesem Verfahren ist, dass eine trockene Pulverschlichte auf die Kerne aufgebracht wird. Die Anwesenden Kollegen „löcherten“ den Vortragenden mit zahlreichen Fragen, so dass der Vortrag nicht wie geplant 30 Minuten dauerte , sondern 1,5 Stunden.
Am 13.05.11 fanden sich leider nur 10 Kollegen und ein Gast zu einem Vortrag der Firma Furtenbach im Vereinslokal „Zur Glocke“ ein. Herr Pönsgen berichtete von einer Innovation beim Schlichten von Kernen, dem sogenannten „Pure Coating Schlichteverfahren“. Herr Pönsgen startete seine Ausführungen mit der Frage, welche Inhaltsstoffe der konventionellen Schlichten am meisten Probleme bereiten. Herkömmliche Schlichten bestehen zu einem Großteil aus Alkohol oder Wasser, Bindemitteln, Netzmitteln, rheologischen Hilfsmitteln und Entschäumern. Dieses „Beiwerk“- wie er es nannte, führt bei der Anwendung zu vielen Problemen. Der eigentliche Feuerfeststoff macht in der Regel beim Einsatz keine Probleme. Mit dem „Pure Coating Schlichteverfahren“ möchte die Firma Furtenbach einen neuen Weg beschreiten und den Feuerfeststoff direkt auf den Kern aufbringen. Dabei wird, je nach Art des Kerns, ein Elektrolyt oder eine Polymerlösung auf den geladenen Kern aufgesprüht. Anschließend sprüht man die trockene Schlichte auf den so vorbehandelten Kern. Es sind Schichtdicken von 100-200µm möglich. Es kann jede Art von Feuerfestschlichte aufgebracht werden. Danach werden die Kerne bei 170°C für ca. 20 Minuten getrocknet. Durch das Verdampfen des Elektrolyten bzw. das Schmelzen des Polymers bleibt die Schlichte dauerhaft auf dem Kern haften. Die Elektrolytlösung bzw. die Polymerlösung muss dem jeweiligen Trockenverfahren und dem verwendeten Kernmaterial (Hot-box, Cold-box, Croning) angepasst werden, so dass dieses Schlichteverfahren hauptsächlich für  Seriengießer interessant sein könnte – führte Herr Pönsgen fort. Die Vorteile dieses Verfahren sind laut Herrn Pönsgen: keine bzw. sehr geringe Gasentwicklung beim Abgießen, keine komplizierte Verarbeitung, keine Verwendung von Alkohol oder Wasser, gleichmäßige Schichtdicke. Die Trockenschlichte, die beim Aufsprühen am Kern vorbeigeht, wird aufgefangen und dem Prozess zurückgeführt. Das Verfahren ist so neu, dass es leider noch keine Anlage in einer Gießerei gibt. Mit der Versuchsanlage bei der Firma Furtenbach wurden aber bereits zahlreiche unterschiedliche Kerne mit dem  „Pure Coating Schlichteverfahren“ geschlichtet und auch in Eisen bzw. in Stahl abgegossen. Alle abgegossenen Gussstücke zeigten keine Qualitätsmängel oder Oberflächenfehler, berichtete Herr Pönsgen weiter. Weitere Infos zum „Pure Coating Schlichteverfahren“ sind hier (PDF-Datei) zu finden.


Viele anwesende Kollegen waren nach den Ausführungen so wissensdurstig, dass zahlreiche Fragen gestellt wurden, die Herr Pönsgen alle souverän beantworten konnte. Nach ca. 1,5 Stunden ging man dann zum beschaulichen Teil der Versammlung über.
Hiermit möchten wir uns noch einmal bei Herrn Pönsgen für seinen spannenden Vortrag bedanken.

„Glück Auf“
Thomas Lobe
 

01 Vor der Versammlung

 

02 Herr Pönsgen

 

04 Dank

 

05

 

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