Juni 2013

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Sogar aus China reiste ein DFB-Mitglied an, um an der legendären Besichtigung der Chemex und Hüttenes Albertuswerke teilzunehmen die Ralf Finkelmeier von Hüttenes für den DFB organisiert hat...

 

Am 14 und 15 Juni 2013 sind wir der Einladung von der Firma Hüttenes gefolgt und besuchten zunächst am 14 Juni die Tochterfirma Chemex Speiser GmbH in Delligsen. Vom Ortsverein Isselburg Bocholt haben sich insgesamt 10 Teilnehmer angemeldet und vom Ortsverein Jünkerath 9 Teilnehmer. Volkhard Makolla vom Ortsverein Krefeld hat ebenfalls an der Reise teilgenommen.

Es dürfte noch jedem bekannt sein, dass das Chemex-Werk am 10.11.08 bis auf die Grundmauern niedergebrannt ist (Kein Wunder, Speiser lassen sich nur schlecht löschen) .Nur 2 Tage nach dem Brand war die Fa. Chemex dank Eurokern wieder in der Lage die Produktion zunächst extern aufzunehmen.

Wir wurden vom Geschäftsführer Herrn Lauter, dem Produktmanager von Chemex Herrn Brieger sowie dem Produktmanager von Hüttenes Albertus Herrn Finkelmeier begrüßt. Herr Lauter stellte uns das Werk zunächst anhand einer PP-Präsentation vor, bevor die eigentliche Besichtigung durchgeführt wurde. In dem neu errichteten Werk arbeiten zurzeit 65 eigene Mitarbeiter und ca. 25 Zeitarbeiter in einem  7-Tage Dreischichtbetrieb. Die Speiser und Brechkerne etc.  werden an 6 identischen 25 Liter Kernschießmaschinen mit einer zentralen Sandaufbereitung hergestellt. Eine Erweiterung der Produktion auf 12 Kernschießmaschinen ist jederzeit möglich. Die Mitarbeiter an den Kernschießmaschinen sind gut ausgebildet, sodass hier die autonome Instandhaltung vorgelebt wird. Es gibt im ganzen Werk keine Instandhalter.

Die Mitarbeiter sind durchaus in der Lage selbst größere Reparaturen eigenständig durchzuführen. Allerdings hat Chemex ein großes Ersatzteillager in dem bis auf dem Maschinenkörper alles in dreifacher Ausführung vorhanden ist. Im Umsatzstarken Jahr 2011 fertigte Chemex an dem Standort Delligsen 32,5 Millionen Einzelteile, wobei  70% vom Umsatz den Tele Speiser betreffen. Eine Neuentwicklung von Chemex ist der sogenannte Konturenkern aus Speisermaterial, hier kosten die Werkzeuge bis zu 20.000,00€ und finden oftmals bei den Seriengießern der Automobilindustrie Anwendung. Für kleine Serien ist aber auch die Erstellung eines sogenannten Handkasten möglich der ca. 1000,00€ kostet, aber natürlich ein höheren Stückpreis der Konturenkerne zur Folge hat.

Bei der Herstellung der Speiser (isolierend/exotherm) mit einem Bindergehalt von rund 10% kommen insgesamt 16 verschiedene Rezepturen in Frage, wobei jede einzelne Rezeptur-erstellung einen genauen Ablauf  zur Folge hat. Bei der Erstellung der Rezeptursande wird sprichwörtlich jede Zutat bis aufs Gramm verwogen, bevor es ca. 25 Minuten vermischt wird. Die 16 verschiedenen Rezepturen verursachen natürlich eine immense Lagerhaltung der einzelnen Rohstoffe. Die bei der Speiser Herstellung entstehenden Stäube sind extrem Feuergefährlich, daher wäre eine Produktion in einer Gießerei-Kernmacherei nicht ohne weiteres möglich. Die Produktion wird nach dem Kanban System sehr erfolgreich durchgeführt, somit wird hier nicht Auftragsbezogen gefertigt. Allerdings gab es nach Aussage von Herrn Lauter anfangs noch Schwierigkeiten bei der Einführung, die aber mittlerweile beseitigt wurden. Chemex hat das Kanban System für seine Ansprüche mit seinen Mitarbeitern optimiert, somit wird es bis heute erfolgreich praktiziert.

Am 15 Juni besichtigten wir die Hüttenes Albertus Chemische Werke in Hannover. Die in 1905 gegründeten Albertuswerke fusionierten im Jahre 1970 mit der in 1909 gegründeten Fa. Hüttenes.
Die Hüttenes Albertus Group zu der unter anderem die Firmen Chemex, Eurokern, HA Minerals und zwei Werke mit Sandumhüllungsanlagen gehören, sind insgesamt in 35 Ländern vertreten.

Wir wurden im Werk von den Herren Dr. J Küpper und Herrn Scheider begrüßt. Zunächst wurde uns anhand einer PP-Präsentation das Werk vorgestellt. Am Standort Hannover sind ca. 200 Mitarbeiter beschäftigt, die im 2 Schicht-System ca. 50.000t verschiedene Harze und ca. 30.000t Schlichte jährlich herstellen. Die Produktion von Harzen und Schlichten wurde in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt. Ein Großteil der Mitarbeiter ist in der Forschung und Entwicklung beschäftigt. Des Weiteren wird natürlich die Qualitätskontrolle und Überwachung groß geschrieben. Das Werk hat insgesamt einen sehr sauberen Eindruck hinterlassen.

Im Namen des Vorstandes von Ortsverein Isselburg Bocholt und natürlich auch Jünkerath noch einmal ein herzliches Dankeschön an Ralf Finkelmeier der uns den Besuch ermöglichte und wie immer keine Kosten und Mühen gescheut hat. Lieber Ralf bitte bedanke dich auch in unserem Namen bei deinen Kollegen, die zu dieser gelungenen Veranstaltung beigetragen haben. Als positiver Nebeneffekt der Reise hat der DFB ein neues Mitglied, denn Ralf Finkelmeier ist dem DFB beigetreten.

   
-  M.Vißer  -
1. Vorsitzender
 

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