Februar 2009

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Bei unserer Monatsversammlung, am 13.02.09, im Vereinslokal „Zur Glocke“, hielt unser Kollege Günter Pollmann, einen Fachvortrag mit dem Thema „Der Isselburger Gießer“. Hierbei berichtete er über die Fertigung einer Gießerskulptur aus GGG 40. Kollege Helmut Purwin hatte sogar in der örtlichen Presse auf den Vortrag aufmerksam gemacht. 20 interessierte Kollegen und 6 Gäste sind dann auch unserer Einladung gefolgt.
Der „Isselburger Gießer“ ist den meisten Bürgern von Isselburg bekannt, da die Skulptur vor der Filiale der Sparkasse Westmünsterland in der Minervastraße zu besichtigen ist. Die ca. 480 kg schwere Skulptur wurde vom Heimatkreis Isselburg, der Sparkasse Westmünsterland, der Stadt Isselburg und der Isselguss GmbH ins Leben gerufen, berichtete Günter.

Aber wie geht man so ein Projekt an, wo man sonst im „normalen Gießereileben“ nicht mit solchen Unikaten zu tun hat? Unterstützt wurde das Isselburger Team vom Bildhauer Dieter von Levetzow der üblicherweise Skulpturen aus Bronze anfertigen lässt. Herr von Levetzow stellte zuerst ein Tonmodell in Originalgröße her. Der „Isselburger Gießer“ sollte 1,75 m groß werden. Von diesem Tonmodell wurde anschließend Gipsmodell erstellt. Vom Kopf, der Bodenplatte mit Füßen, den Beinen und dem Rumpf wurden dann einzelne Formen angefertigt. Da der „Gießer“ von innen hohl und Wandstärken von 20-25 mm erreicht werden sollten, gab es bei der Formherstellung einige Probleme zu lösen. Weiterhin berichtete Günter, dass besonders viel Sorgfalt beim Anfertigen der Kerne und Kernmarken nötig war, um später passgenaue Einzelteile zu erhalten. Unterstützt wurde er dabei von vielen Kollegen und selbst der Rentner Hermann Nehring der Isselguss GmbH ließ es sich nicht nehmen bei der Arbeit zu helfen. Nach dem Gießen und dem anschließenden Strahlen war ebenfalls viel Zeit bei der Anpassung der Einzelteile notwendig. Danach konnte der „Gießer“ dann schlussendlich zusammengeschweißt und lackiert werden.

 „Für den Fall das die Skulptur jemals wieder „geöffnet“ wird, haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen.“, berichtetet Günter weiter. Es wurden nämlich verschiedene Reliquien der Gegenwart, wie eine Tageszeitung, Kleingeld ect. im Inneren des „Gießer“ in einer Kupferschatulle hinterlegt.Circa ein halbes Jahr Arbeit war also notwendig bis die Skulptur dann im November 2008 feierlich der Öffentlichkeit übergeben wurde. Von der ersten Idee des Heimatkreises im Dezember 2006 bis zur Einweihung des fertigen Kunstwerkes war es indes ein langer Weg. Umso stolzer waren alle Beteiligten, dass es nun endlich geschafft war.

Willi Kobs bedankte sich bei Günter, der noch zum Dank für den sehr guten Vortrag ein Weinpräsent überreicht bekam. Die Anwesenden ließen anschließend den Abend gemütlich ausklingen.

„Glück Auf“
Thomas Lobe
 

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